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Unnützes Wissen

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Wusstest du, dass Kolumbus die Chili für eine Art Pfeffer hielt und sie deshalb auf Englisch bis heute „pepper“ heißt?

Hier sammle ich 100 Dinge über Chilis, die man nicht wissen muss, die aber Spaß machen. Dazu kommen 100 Mythen, die sich hartnäckig halten, jeweils mit dem, was tatsächlich stimmt.

100 Fakten und 100 Mythen

  1. 001

    Schärfe ist kein Geschmack, sondern ein Schmerzreiz. Capsaicin aktiviert denselben Sensor im Körper, der auch auf Hitze reagiert.

    Schärfe
  2. 002

    Dieser Hitzesensor heißt TRPV1. Für seine Entdeckung erhielt der Forscher David Julius 2021 den Nobelpreis für Medizin.

    Schärfe
  3. 003

    Die Scoville-Skala erfand der amerikanische Apotheker Wilbur Scoville im Jahr 1912.

    Schärfe
  4. 004

    Ursprünglich maß man Schärfe mit der Zunge: Testpersonen probierten verdünnte Chiliauszüge, bis sie nichts mehr spürten.

    Schärfe
  5. 005

    Heute bestimmt man die Schärfe im Labor, indem man den Gehalt an Capsaicin chemisch misst.

    Schärfe
  6. 006

    Reines Capsaicin kommt auf rund 16 Millionen Scoville-Einheiten.

    Schärfe
  7. 007

    Gemüsepaprika hat 0 Scoville-Einheiten, denn sie bildet überhaupt kein Capsaicin.

    Schärfe
  8. 008

    Am schärfsten sind nicht die Kerne, sondern die hellen Scheidewände im Inneren, an denen die Kerne hängen.

    Schärfe
  9. 009

    Resiniferatoxin aus einer marokkanischen Wolfsmilchart ist rund tausendmal schärfer als reines Capsaicin.

    Schärfe
  10. 010

    Capsaicin löst sich in Fett und Alkohol, aber kaum in Wasser. Ein Glas Wasser hilft gegen Schärfe deshalb wenig.

    Schärfe
  11. 011

    Milch lindert Schärfe besser als Wasser, weil das Milcheiweiß Kasein das Capsaicin bindet.

    Schärfe
  12. 012

    Wasabi, Meerrettich und Senf steigen in die Nase, weil ihre Schärfstoffe flüchtig sind und einen anderen Sensor ansprechen als Chili.

    Schärfe
  13. 013

    Dieselbe Sorte kann je nach Wetter, Standort und Reife sehr unterschiedlich scharf ausfallen.

    Schärfe
  14. 014

    Schwarzer Pfeffer und Chili haben nichts miteinander zu tun. Der Pfeffer verdankt seine Schärfe dem Stoff Piperin.

    Schärfe
  15. 015

    Wer regelmäßig scharf isst, gewöhnt sich daran, denn die Schmerzsensoren werden mit der Zeit weniger empfindlich.

    Schärfe
  16. 016

    Beim scharfen Anbraten von Chilis kann der Dampf in Augen und Hals brennen, weil Capsaicin mit in die Luft gelangt.

    Schärfe
  17. 017

    Botanisch gesehen sind Chilischoten Beeren.

    Botanik
  18. 018

    Chilis gehören zu den Nachtschattengewächsen, genau wie Tomaten, Kartoffeln und Auberginen.

    Botanik
  19. 019

    Es gibt fünf domestizierte Chili-Arten: Capsicum annuum, chinense, frutescens, baccatum und pubescens.

    Botanik
  20. 020

    Capsicum annuum bedeutet „einjährig“. Dabei sind Chilipflanzen eigentlich mehrjährig und lassen sich überwintern.

    Botanik
  21. 021

    Die Rocoto (Capsicum pubescens) hat als einzige Chili-Art schwarze Samen.

    Botanik
  22. 022

    Pubescens heißt „behaart“: Die Blätter der Rocoto sind fein behaart.

    Botanik
  23. 023

    Die Rocoto blüht violett, die meisten anderen Chilis blühen weiß.

    Botanik
  24. 024

    Die Blüten von Capsicum baccatum erkennt man an gelblichen oder grünlichen Flecken auf den weißen Blütenblättern.

    Botanik
  25. 025

    Capsicum chinense heißt „chinesisch“, obwohl die Art aus Amerika stammt. Der Botaniker, der sie 1776 benannte, glaubte, sie käme aus China.

    Botanik
  26. 026

    Vögel spüren die Schärfe von Capsaicin nicht, ihr Hitzesensor reagiert nicht darauf.

    Botanik
  27. 027

    Vögel verbreiten die Chilisamen, die unbeschadet durch ihren Darm wandern. Säugetiere würden die Samen dagegen zerkauen.

    Botanik
  28. 028

    Grüne und rote Paprika stammen oft von derselben Pflanze. Die roten Früchte sind einfach länger gereift.

    Botanik
  29. 029

    Chilis bestäuben sich meist selbst, können sich aber mit benachbarten Sorten kreuzen.

    Botanik
  30. 030

    Chilisamen keimen am besten bei 25 bis 28 °C.

    Botanik
  31. 031

    Gut getrocknet und kühl gelagert bleiben Chilisamen mehrere Jahre keimfähig.

    Botanik
  32. 032

    Der wilde Chiltepín gilt als Vorfahr vieler heutiger Sorten und wird oft „Mutter aller Chilis“ genannt.

    Botanik
  33. 033

    Auch Tabak ist ein Nachtschattengewächs und damit ein Verwandter der Chili.

    Botanik
  34. 034

    Die Tabasco-Chili gehört zur Art Capsicum frutescens.

    Botanik
  35. 035

    Es gibt Chilis in fast allen Farben: rot, gelb, orange, grün, violett, braun, fast schwarz und sogar weiß.

    Botanik
  36. 036

    Chilis stammen aus Amerika. Vor Kolumbus kannte man sie weder in Europa noch in Asien oder Afrika.

    Geschichte
  37. 037

    Kolumbus brachte 1493 die ersten Chilis von seiner Reise nach Spanien mit.

    Geschichte
  38. 038

    Kolumbus hielt die Schoten für eine Art Pfeffer. Deshalb heißen Chilis auf Englisch bis heute „pepper“.

    Geschichte
  39. 039

    Das Wort Chili stammt aus Nahuatl, der Sprache der Azteken.

    Geschichte
  40. 040

    In der Karibik und in Südamerika heißen Chilis „Ají“, ein Wort aus der Sprache der Taíno.

    Geschichte
  41. 041

    In Mexiko wurden Chilis schon vor mindestens 6.000 Jahren genutzt und angebaut.

    Geschichte
  42. 042

    Nach Indien kamen Chilis erst im 16. Jahrhundert, mitgebracht von portugiesischen Seefahrern.

    Geschichte
  43. 043

    Heute ist Indien der größte Produzent getrockneter Chilis der Welt.

    Geschichte
  44. 044

    Die als scharf bekannten Küchen Thailands und Sichuans kennen Chilis erst seit rund 500 Jahren.

    Geschichte
  45. 045

    Vor den Chilis würzte man in Sichuan mit Sichuanpfeffer. Der ist nicht scharf, sondern prickelt auf der Zunge.

    Geschichte
  46. 046

    Der Ungar Albert Szent-Györgyi gewann Vitamin C aus Paprika und erhielt 1937 den Nobelpreis für Medizin.

    Geschichte
  47. 047

    Den Namen Capsaicin prägte der britische Apotheker John Clough Thresh im Jahr 1876.

    Geschichte
  48. 048

    Tabasco wird seit 1868 von der Familie McIlhenny auf Avery Island in Louisiana hergestellt.

    Geschichte
  49. 049

    Die Chilimaische für Tabasco reift bis zu drei Jahre in Eichenfässern.

    Geschichte
  50. 050

    Ursprünglich war Kimchi nicht rot. Chili kam erst nach dem 16. Jahrhundert nach Korea.

    Geschichte
  51. 051

    2021 ernteten Astronauten auf der Internationalen Raumstation erstmals Chilis, die im All gewachsen waren.

    Geschichte
  52. 052

    Ungarns berühmter Paprika kam vermutlich mit den Osmanen ins Land.

    Geschichte
  53. 053

    Paprikapulver ist nichts anderes als getrocknete, gemahlene Paprika, meist von milden Sorten.

    Küche und Kultur
  54. 054

    Cayennepfeffer ist kein Pfeffer, sondern gemahlene scharfe Chili.

    Küche und Kultur
  55. 055

    Chipotle ist keine eigene Sorte, sondern eine rot geerntete, geräucherte Jalapeño.

    Küche und Kultur
  56. 056

    Ancho ist der Name der getrockneten Poblano.

    Küche und Kultur
  57. 057

    Die mexikanische Mole poblano enthält neben vielen Chilisorten auch Schokolade.

    Küche und Kultur
  58. 058

    Chili con carne ist kein mexikanisches Gericht, sondern stammt aus Texas.

    Küche und Kultur
  59. 059

    Seit 1977 ist Chili con carne das offizielle Staatsgericht von Texas.

    Küche und Kultur
  60. 060

    Die tunesische Chilipaste Harissa steht seit 2022 auf der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes.

    Küche und Kultur
  61. 061

    Gochujang ist eine fermentierte Chilipaste aus Korea, die aus Chili, Klebreis und Sojabohnen besteht.

    Küche und Kultur
  62. 062

    In Bhutan sind Chilis Gemüse: Das Nationalgericht Ema Datshi besteht vor allem aus Chilis und Käse.

    Küche und Kultur
  63. 063

    Das Piment d’Espelette aus dem französischen Baskenland trägt eine geschützte Ursprungsbezeichnung.

    Küche und Kultur
  64. 064

    In Espelette hängen im Herbst lange Schnüre mit roten Chilis zum Trocknen an den Hauswänden.

    Küche und Kultur
  65. 065

    In New Mexico heißen solche Chili-Schnüre Ristras.

    Küche und Kultur
  66. 066

    In Italien bedeutet „peperoni“ Paprika, in Deutschland sind Peperoni scharfe Schoten und in den USA ist Pepperoni eine Wurst.

    Küche und Kultur
  67. 067

    Was in Deutschland Peperoni heißt, nennt man in Österreich Pfefferoni.

    Küche und Kultur
  68. 068

    In Indonesien und Malaysia ist Sambal der Oberbegriff für unzählige Chilisoßen und Chilipasten.

    Küche und Kultur
  69. 069

    Ajvar, die Paprikapaste vom Balkan, wird aus gerösteten Paprika gemacht.

    Küche und Kultur
  70. 070

    In Mexiko isst man Mango, Melone oder Gurke gern mit Chilipulver, Salz und Limette.

    Küche und Kultur
  71. 071

    In den Philippinen kommen Chiliblätter als Gemüse in die Hühnersuppe Tinola.

    Küche und Kultur
  72. 072

    Die Sriracha-Soße ist nach der thailändischen Küstenstadt Si Racha benannt.

    Küche und Kultur
  73. 073

    Im kalabrischen Diamante findet jedes Jahr ein großes Peperoncino-Festival statt.

    Küche und Kultur
  74. 074

    Getrocknete Chilis halten sich viel länger als frische, oft weit über ein Jahr.

    Küche und Kultur
  75. 075

    Scharfes Essen bringt uns zum Schwitzen, weil der Körper glaubt, er sei überhitzt.

    Körper
  76. 076

    Von scharfem Essen kann die Nase laufen. Auch das ist eine Reaktion auf den vermeintlichen Hitzereiz.

    Körper
  77. 077

    Viele Forscher führen das Hochgefühl nach sehr scharfem Essen auf ausgeschüttete Endorphine zurück.

    Körper
  78. 078

    Capsaicin brennt wie Feuer, verursacht in Lebensmitteln aber keine echte Verbrennung.

    Körper
  79. 079

    In der Medizin werden Pflaster mit Capsaicin gegen bestimmte Nervenschmerzen eingesetzt.

    Körper
  80. 080

    Pfefferspray enthält einen Auszug aus Chilis, der reich an Capsaicin ist.

    Körper
  81. 081

    Rote Paprika enthält bezogen auf das Gewicht mehr Vitamin C als Zitronen.

    Körper
  82. 082

    Capsaicin haftet lange an den Fingern. Wer nach dem Chilischneiden die Augen reibt, merkt das sofort.

    Körper
  83. 083

    In Afrika schützen Bauern ihre Felder mit Chili-Zäunen vor Elefanten, denn Elefanten meiden den scharfen Geruch.

    Körper
  84. 084

    Manche Vogelfutter enthalten Chili. Vögel stört das nicht, Eichhörnchen dagegen schon.

    Körper
  85. 085

    In Indien wurden für Militär und Polizei Rauchgranaten mit Bhut-Jolokia-Chilis entwickelt.

    Körper
  86. 086

    Die Jalapeño ist nach der mexikanischen Stadt Xalapa benannt.

    Namen und Rekorde
  87. 087

    Die Habanero ist nach Havanna benannt, wird aber vor allem auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán angebaut.

    Namen und Rekorde
  88. 088

    Die Tabasco-Chili trägt den Namen des mexikanischen Bundesstaates Tabasco.

    Namen und Rekorde
  89. 089

    Die Scotch Bonnet heißt so, weil sie an eine schottische Mütze erinnert.

    Namen und Rekorde
  90. 090

    Bhut Jolokia, die Ghost Pepper, bedeutet „Geister-Chili“.

    Namen und Rekorde
  91. 091

    Die Carolina Reaper hat einen kleinen Stachel an der Spitze. Reaper bedeutet Sensenmann.

    Namen und Rekorde
  92. 092

    2007 wurde die Bhut Jolokia als erste Chili mit über einer Million Scoville-Einheiten offiziell anerkannt.

    Namen und Rekorde
  93. 093

    Die Carolina Reaper war von 2013 bis 2023 offiziell die schärfste Chili der Welt.

    Namen und Rekorde
  94. 094

    Seit 2023 hält die Pepper X von Ed Currie den Rekord mit durchschnittlich rund 2,69 Millionen Scoville-Einheiten.

    Namen und Rekorde
  95. 095

    Ed Currie hat sowohl die Carolina Reaper als auch die Pepper X gezüchtet. Er hat sich also selbst übertroffen.

    Namen und Rekorde
  96. 096

    Bei den Pimientos de Padrón sagt man in Galicien: Die einen sind scharf, die anderen nicht.

    Namen und Rekorde
  97. 097

    Bei der japanischen Shishito ist etwa jede zehnte Schote scharf.

    Namen und Rekorde
  98. 098

    Der Bundesstaat New Mexico hat eine offizielle Staatsfrage: „Red or Green?“, gemeint ist die Chilisoße.

    Namen und Rekorde
  99. 099

    Das Städtchen Hatch in New Mexico nennt sich selbst „Chile Capital of the World“.

    Namen und Rekorde
  100. 100

    Das Wort Paprika kam über das Ungarische ins Deutsche und geht auf ein slawisches Wort für Pfeffer zurück.

    Namen und Rekorde
  101. Mythos M001

    „Die Kerne sind der schärfste Teil einer Chili.“✗

    Tatsächlich: Am meisten Capsaicin steckt in den hellen Scheidewänden. Die Kerne sind nur scharf, weil sie daran hängen.

    Schärfe
  102. Mythos M002

    „Ein Glas Wasser löscht das Feuer im Mund.“✗

    Tatsächlich: Capsaicin löst sich kaum in Wasser. Wasser verteilt die Schärfe eher im Mund, als sie zu lindern.

    Schärfe
  103. Mythos M003

    „Kaltes Bier hilft gegen Schärfe.“✗

    Tatsächlich: Bier besteht vor allem aus Wasser und enthält wenig Alkohol. Gegen Capsaicin hilft es kaum.

    Schärfe
  104. Mythos M004

    „Je kleiner die Chili, desto schärfer ist sie.“✗

    Tatsächlich: Das ist höchstens eine grobe Faustregel. Die kleine Biquinho ist fast mild, die große Rocoto dagegen richtig scharf.

    Schärfe
  105. Mythos M005

    „Rote Chilis sind immer schärfer als grüne.“✗

    Tatsächlich: Mit der Reife steigt der Capsaicingehalt oft etwas an. Wie scharf eine Chili ist, entscheidet aber vor allem die Sorte.

    Schärfe
  106. Mythos M006

    „Gelbe Chilis sind mild.“✗

    Tatsächlich: Die Farbe sagt nichts über die Schärfe. Gelbe Habaneros, Lemon Drop oder Fatalii sind ausgesprochen scharf.

    Schärfe
  107. Mythos M007

    „Schärfe ist ein Geschmack wie süß, sauer oder salzig.“✗

    Tatsächlich: Schärfe ist ein Schmerzreiz. Capsaicin spricht einen Sensor an, der eigentlich auf Hitze reagiert.

    Schärfe
  108. Mythos M008

    „Jede Sorte hat einen festen Scoville-Wert.“✗

    Tatsächlich: Die Schärfe schwankt je nach Wetter, Standort, Reife und sogar von Schote zu Schote. Deshalb gibt man Bereiche an.

    Schärfe
  109. Mythos M009

    „Beim Kochen verschwindet die Schärfe.“✗

    Tatsächlich: Capsaicin ist hitzebeständig. Beim Kochen verteilt es sich nur im ganzen Gericht.

    Schärfe
  110. Mythos M010

    „Getrocknete Chilis sind milder als frische.“✗

    Tatsächlich: Beim Trocknen geht vor allem Wasser verloren. Das Capsaicin bleibt und ist pro Gramm sogar konzentrierter.

    Schärfe
  111. Mythos M011

    „Einfrieren macht Chilis milder.“✗

    Tatsächlich: Capsaicin übersteht das Einfrieren. Gefrorene Chilis sind weicher, aber kaum weniger scharf.

    Schärfe
  112. Mythos M012

    „Die Habanero ist die schärfste Chili der Welt.“✗

    Tatsächlich: Die Habanero ist sehr scharf, wurde aber längst von Sorten wie Bhut Jolokia, Carolina Reaper und Pepper X übertroffen.

    Schärfe
  113. Mythos M013

    „Die Carolina Reaper ist die schärfste Chili der Welt.“✗

    Tatsächlich: Sie hielt den Rekord von 2013 bis 2023. Seitdem ist die Pepper X offiziell schärfer.

    Schärfe
  114. Mythos M014

    „Jalapeños gehören zu den sehr scharfen Chilis.“✗

    Tatsächlich: Mit etwa 2.500 bis 8.000 Scoville-Einheiten ist die Jalapeño eher mittelscharf.

    Schärfe
  115. Mythos M015

    „Chilis aus Asien sind schärfer als Chilis aus Amerika.“✗

    Tatsächlich: Alle Chilis stammen ursprünglich aus Amerika. Wie scharf sie sind, hängt von der Sorte ab, nicht vom Kontinent.

    Schärfe
  116. Mythos M016

    „Scharfes Essen verbrennt die Zunge.“✗

    Tatsächlich: Capsaicin fühlt sich an wie Hitze, richtet aber in Lebensmitteln keine echte Verbrennung an.

    Schärfe
  117. Mythos M017

    „Schärfe empfindet jeder gleich.“✗

    Tatsächlich: Das Empfinden ist sehr verschieden. Gewöhnung spielt eine große Rolle, wer oft scharf isst, spürt weniger.

    Schärfe
  118. Mythos M018

    „Wer sich an Schärfe gewöhnt hat, bleibt für immer abgehärtet.“✗

    Tatsächlich: Die Gewöhnung lässt nach. Wer eine Weile nicht scharf isst, wird wieder empfindlicher.

    Schärfe
  119. Mythos M019

    „Capsaicin ist ein einzelner Stoff.“✗

    Tatsächlich: Für die Schärfe sorgt eine ganze Gruppe ähnlicher Stoffe, die Capsaicinoide. Capsaicin und Dihydrocapsaicin sind die wichtigsten.

    Schärfe
  120. Mythos M020

    „Schärfe spürt man nur im Mund.“✗

    Tatsächlich: Den Hitzesensor TRPV1 gibt es auch in der Haut, in den Schleimhäuten und im Darm. Deshalb brennt Chili auch an den Fingern oder in den Augen.

    Schärfe
  121. Mythos M021

    „Chili und schwarzer Pfeffer sind verwandt.“✗

    Tatsächlich: Chilis sind Nachtschattengewächse. Schwarzer Pfeffer gehört zu einer ganz anderen Pflanzenfamilie, den Pfeffergewächsen.

    Botanik
  122. Mythos M022

    „Paprika und Chili sind verschiedene Pflanzen.“✗

    Tatsächlich: Beide gehören zur Gattung Capsicum, meist sogar zur selben Art Capsicum annuum. Paprika ist einfach eine milde Form.

    Botanik
  123. Mythos M023

    „Chilipflanzen sind einjährig.“✗

    Tatsächlich: Chilis sind mehrjährig. Man kann sie überwintern, und sie tragen oft mehrere Jahre.

    Botanik
  124. Mythos M024

    „Chilis vertragen leichten Frost.“✗

    Tatsächlich: Chilis sind frostempfindlich. Schon leichter Frost schädigt die Pflanzen, deshalb kommen sie erst nach den Eisheiligen nach draußen.

    Botanik
  125. Mythos M025

    „Chilis wachsen nur in den Tropen.“✗

    Tatsächlich: Auch bei uns gedeihen Chilis gut, im Gewächshaus, auf dem Balkon oder auf der Fensterbank.

    Botanik
  126. Mythos M026

    „Steht eine scharfe neben einer milden Sorte, werden die Früchte schon im selben Jahr schärfer.“✗

    Tatsächlich: Eine Kreuzung zeigt sich erst bei den Pflanzen, die aus den Samen wachsen. Die Früchte selbst bleiben sortentypisch.

    Botanik
  127. Mythos M027

    „Chilis können sich nicht kreuzen.“✗

    Tatsächlich: Chilis kreuzen sich durchaus, vor allem innerhalb einer Art. Wer sortenreines Saatgut will, muss die Blüten schützen.

    Botanik
  128. Mythos M028

    „Aus den Samen einer gekauften Paprika wächst wieder dieselbe Sorte.“✗

    Tatsächlich: Viele Paprika im Handel sind Hybridsorten. Ihre Nachkommen fallen sehr unterschiedlich aus.

    Botanik
  129. Mythos M029

    „Chilis brauchen immer nasse Erde.“✗

    Tatsächlich: Staunässe schadet den Wurzeln. Chilis mögen gleichmäßige Feuchtigkeit, die Erde darf zwischendurch antrocknen.

    Botanik
  130. Mythos M030

    „Chiliblüten müssen von Bienen bestäubt werden.“✗

    Tatsächlich: Chilis bestäuben sich meist selbst. Drinnen hilft es, die Pflanzen ab und zu leicht zu schütteln.

    Botanik
  131. Mythos M031

    „Chiliblätter sind giftig.“✗

    Tatsächlich: In Asien werden Chiliblätter gekocht als Gemüse gegessen, etwa in der philippinischen Suppe Tinola.

    Botanik
  132. Mythos M032

    „Chilisamen keimen innerhalb weniger Tage.“✗

    Tatsächlich: Chilis brauchen oft ein bis drei Wochen. Bei mir waren es bei 21 °C zwischen 8 und 18 Tagen.

    Botanik
  133. Mythos M033

    „Chilisamen muss man vor der Aussaat einweichen.“✗

    Tatsächlich: Einweichen kann die Keimung beschleunigen, nötig ist es nicht. Wichtiger sind Wärme und gleichmäßige Feuchtigkeit.

    Botanik
  134. Mythos M034

    „Grüne, gelbe und rote Paprika sind verschiedene Sorten.“✗

    Tatsächlich: Oft sind es nur verschiedene Reifestufen. Viele Paprika werden zuerst grün geerntet und färben sich später gelb, orange oder rot.

    Botanik
  135. Mythos M035

    „Zierchilis sind giftig.“✗

    Tatsächlich: Zierchilis sind ganz normale Chilis und essbar. Viele sind ziemlich scharf, manche schmecken einfach wenig.

    Botanik
  136. Mythos M036

    „Vögel meiden Chilis wegen der Schärfe.“✗

    Tatsächlich: Vögel spüren Capsaicin nicht und fressen Chilis gern. Sie verbreiten so die Samen.

    Botanik
  137. Mythos M037

    „Chilis vertragen keinen Rückschnitt.“✗

    Tatsächlich: Zum Überwintern schneidet man Chilis oft kräftig zurück. Im Frühjahr treiben sie wieder aus.

    Botanik
  138. Mythos M038

    „Chilis lassen sich nicht im Zimmer ziehen.“✗

    Tatsächlich: Mit genug Licht, etwa am Südfenster oder unter einer Pflanzenlampe, wachsen Chilis auch drinnen.

    Botanik
  139. Mythos M039

    „Es gibt nur rote und grüne Chilis.“✗

    Tatsächlich: Chilis gibt es in Gelb, Orange, Violett, Braun, fast Schwarz und sogar in Weiß.

    Botanik
  140. Mythos M040

    „Die schärfsten Chilis wachsen wild.“✗

    Tatsächlich: Die Rekordhalter wie Carolina Reaper und Pepper X sind gezielte Züchtungen.

    Botanik
  141. Mythos M041

    „Alle Nachtschattengewächse sind giftig.“✗

    Tatsächlich: Die Früchte von Tomate, Paprika, Chili und Aubergine sind essbar, ebenso die Knollen der Kartoffel. Giftig sind andere Pflanzenteile mancher Arten.

    Botanik
  142. Mythos M042

    „Chilis sind Lichtkeimer und dürfen nicht mit Erde bedeckt werden.“✗

    Tatsächlich: Chilisamen werden etwa einen halben bis einen Zentimeter tief gesät.

    Botanik
  143. Mythos M043

    „Chilis stammen ursprünglich aus Asien.“✗

    Tatsächlich: Chilis stammen aus Amerika. Nach Asien kamen sie erst im 16. Jahrhundert.

    Geschichte
  144. Mythos M044

    „Die Chili ist nach dem Land Chile benannt.“✗

    Tatsächlich: Das Wort Chili stammt aus Nahuatl, der Sprache der Azteken, und hat mit dem Land Chile nichts zu tun.

    Geschichte
  145. Mythos M045

    „Paprika stammt ursprünglich aus Ungarn.“✗

    Tatsächlich: Paprika stammt aus Amerika. Nach Ungarn kam sie erst nach der Entdeckung Amerikas.

    Geschichte
  146. Mythos M046

    „Kolumbus segelte los, um Chilis zu finden.“✗

    Tatsächlich: Kolumbus suchte einen Seeweg nach Indien und dessen Gewürze wie Pfeffer. Die Chilis fand er eher zufällig.

    Geschichte
  147. Mythos M047

    „Chilis kamen über Indien nach Europa.“✗

    Tatsächlich: Chilis kamen direkt aus Amerika nach Europa, mit spanischen und portugiesischen Seefahrern.

    Geschichte
  148. Mythos M048

    „Die Thai-Küche war schon immer scharf durch Chilis.“✗

    Tatsächlich: Chilis gibt es in Thailand erst seit rund 500 Jahren. Vorher sorgten Pfeffer und andere Gewürze für Schärfe.

    Geschichte
  149. Mythos M049

    „Kimchi war schon immer rot und scharf.“✗

    Tatsächlich: Chili kam erst nach dem 16. Jahrhundert nach Korea. Älteres Kimchi wurde ohne Chili zubereitet.

    Geschichte
  150. Mythos M050

    „Chili in Schokolade ist eine moderne Erfindung.“✗

    Tatsächlich: Schon die Maya und Azteken tranken Kakao mit Chili.

    Geschichte
  151. Mythos M051

    „Chili con carne ist ein mexikanisches Nationalgericht.“✗

    Tatsächlich: Chili con carne stammt aus Texas und ist dort seit 1977 offizielles Staatsgericht.

    Geschichte
  152. Mythos M052

    „Tabasco-Soße kommt aus Mexiko.“✗

    Tatsächlich: Tabasco wird seit 1868 auf Avery Island in Louisiana in den USA hergestellt. Nur die Chili trägt den Namen des mexikanischen Bundesstaates.

    Geschichte
  153. Mythos M053

    „Sriracha ist eine amerikanische Erfindung.“✗

    Tatsächlich: Die Soße ist nach der thailändischen Küstenstadt Si Racha benannt. In den USA wurde eine bestimmte Marke weltberühmt.

    Geschichte
  154. Mythos M054

    „Harissa ist eine marokkanische Paste.“✗

    Tatsächlich: Harissa ist im ganzen Maghreb verbreitet, gilt aber vor allem als tunesisch. Für Tunesien steht sie auf der UNESCO-Liste.

    Geschichte
  155. Mythos M055

    „Chilis gibt es in Europa schon seit der Antike.“✗

    Tatsächlich: Vor der Entdeckung Amerikas kannte man in Europa keine Chilis. Römer und Griechen würzten mit Pfeffer.

    Geschichte
  156. Mythos M056

    „Cayennepfeffer ist eine Pfeffersorte.“✗

    Tatsächlich: Cayennepfeffer ist gemahlene, scharfe Chili. Mit Pfeffer hat er nichts zu tun.

    Küche und Kultur
  157. Mythos M057

    „Sichuanpfeffer ist eine Chili.“✗

    Tatsächlich: Sichuanpfeffer stammt von einem Zitrusgewächs. Er ist nicht scharf, sondern lässt die Zunge prickeln.

    Küche und Kultur
  158. Mythos M058

    „Piment ist eine Chili.“✗

    Tatsächlich: Piment, auch Nelkenpfeffer, ist die Beere eines ganz anderen Baumes. Verwirrend: Auf Französisch heißt Chili „piment“.

    Küche und Kultur
  159. Mythos M059

    „Chipotle ist eine eigene Chilisorte.“✗

    Tatsächlich: Chipotle ist eine rot geerntete, geräucherte und getrocknete Jalapeño.

    Küche und Kultur
  160. Mythos M060

    „Ancho und Poblano sind verschiedene Sorten.“✗

    Tatsächlich: Ancho ist der Name der getrockneten Poblano.

    Küche und Kultur
  161. Mythos M061

    „Pul Biber ist eine Chilisorte.“✗

    Tatsächlich: Pul Biber ist der türkische Name für Chiliflocken.

    Küche und Kultur
  162. Mythos M062

    „Paprikapulver ist immer mild.“✗

    Tatsächlich: Es gibt auch scharfes Paprikapulver, in Ungarn etwa den Rosenpaprika.

    Küche und Kultur
  163. Mythos M063

    „Das amerikanische „chili powder“ ist reines Chilipulver.“✗

    Tatsächlich: In den USA ist „chili powder“ meist eine Gewürzmischung mit Kreuzkümmel, Oregano und Knoblauch.

    Küche und Kultur
  164. Mythos M064

    „Peperoni und Pepperoni sind dasselbe.“✗

    Tatsächlich: In Deutschland sind Peperoni scharfe Schoten, in den USA ist Pepperoni eine Salami.

    Küche und Kultur
  165. Mythos M065

    „Peperoncino ist eine bestimmte Sorte.“✗

    Tatsächlich: Peperoncino ist in Italien der Oberbegriff für scharfe Chilis.

    Küche und Kultur
  166. Mythos M066

    „Sambal Oelek ist eine Chilisorte.“✗

    Tatsächlich: Sambal Oelek ist eine Paste aus zerstoßenen Chilis. Ulek ist der Stößel, mit dem sie zerrieben werden.

    Küche und Kultur
  167. Mythos M067

    „Gochugaru ist dasselbe wie Paprikapulver.“✗

    Tatsächlich: Gochugaru sind koreanische Chiliflocken aus eigenen Sorten, meist mild bis mittelscharf.

    Küche und Kultur
  168. Mythos M068

    „Mexikanisches Essen ist immer scharf.“✗

    Tatsächlich: Viele mexikanische Gerichte sind mild. Die Schärfe kommt oft erst am Tisch mit der Salsa dazu.

    Küche und Kultur
  169. Mythos M069

    „Chilis gehören nur in herzhafte Gerichte.“✗

    Tatsächlich: Chili passt auch zu Schokolade, Mango, Ananas oder Erdbeeren.

    Küche und Kultur
  170. Mythos M070

    „Wer die Kerne entfernt, nimmt der Chili die ganze Schärfe.“✗

    Tatsächlich: Man muss auch die hellen Scheidewände herausschneiden. Selbst dann bleibt etwas Schärfe im Fruchtfleisch.

    Küche und Kultur
  171. Mythos M071

    „Paprikapulver brät man am besten scharf an.“✗

    Tatsächlich: Paprikapulver verbrennt schnell und wird dann bitter. Man gibt es besser erst bei mittlerer Hitze oder mit etwas Flüssigkeit dazu.

    Küche und Kultur
  172. Mythos M072

    „Chiliöl mit frischen Chilis ist unbedenklich.“✗

    Tatsächlich: Frische Zutaten in Öl können verderben, ohne dass man es merkt. Für haltbares Chiliöl nimmt man getrocknete Chilis.

    Küche und Kultur
  173. Mythos M073

    „Getrocknete Chilis halten ewig.“✗

    Tatsächlich: Sie bleiben lange essbar, verlieren aber mit der Zeit Farbe und Aroma.

    Küche und Kultur
  174. Mythos M074

    „Scharf gewürztes Essen verdirbt nicht.“✗

    Tatsächlich: Chili macht Essen nicht haltbar. Scharfe Speisen verderben genauso wie milde.

    Küche und Kultur
  175. Mythos M075

    „Alle Pimientos de Padrón sind mild.“✗

    Tatsächlich: Die meisten sind mild, doch immer wieder erwischt man eine scharfe.

    Küche und Kultur
  176. Mythos M076

    „Chili ist immer ein Gewürz.“✗

    Tatsächlich: In Bhutan sind Chilis Gemüse, das Nationalgericht Ema Datshi besteht vor allem aus Chilis und Käse.

    Küche und Kultur
  177. Mythos M077

    „Scharfes Essen verursacht Magengeschwüre.“✗

    Tatsächlich: Die häufigsten Ursachen von Magengeschwüren sind das Bakterium Helicobacter pylori und bestimmte Schmerzmittel, nicht Chili.

    Körper
  178. Mythos M078

    „Chili schadet dem Magen grundsätzlich.“✗

    Tatsächlich: Gesunde vertragen Chili in üblichen Mengen. Wer einen empfindlichen Magen oder Sodbrennen hat, kann allerdings Beschwerden bekommen.

    Körper
  179. Mythos M079

    „Mit Chili nimmt man schnell ab.“✗

    Tatsächlich: Capsaicin erhöht den Energieverbrauch nur minimal. Zum Abnehmen reicht das bei Weitem nicht.

    Körper
  180. Mythos M080

    „Chili zerstört die Geschmacksknospen.“✗

    Tatsächlich: Capsaicin reizt Schmerzsensoren, zerstört aber keine Geschmacksknospen.

    Körper
  181. Mythos M081

    „Scharfes Essen verursacht Hämorrhoiden.“✗

    Tatsächlich: Dafür gibt es keine Belege. Bestehende Beschwerden kann scharfes Essen aber reizen.

    Körper
  182. Mythos M082

    „Scharfes Essen löst Wehen aus.“✗

    Tatsächlich: Dafür gibt es keine wissenschaftlichen Belege.

    Körper
  183. Mythos M083

    „Wer beim Chiliessen schwitzt, hat Fieber bekommen.“✗

    Tatsächlich: Capsaicin gaukelt dem Körper nur Hitze vor. Das Schwitzen ist eine Reaktion auf diesen falschen Alarm.

    Körper
  184. Mythos M084

    „Chili macht körperlich süchtig.“✗

    Tatsächlich: Eine körperliche Abhängigkeit ist nicht bekannt. Viele mögen aber den Kick und das gute Gefühl danach.

    Körper
  185. Mythos M085

    „Chili heilt eine Erkältung.“✗

    Tatsächlich: Chili kann die Nase zum Laufen bringen, heilt aber keine Erkältung.

    Körper
  186. Mythos M086

    „Nur Milch hilft gegen Schärfe.“✗

    Tatsächlich: Auch Joghurt, Käse, Sahne und andere fett- oder eiweißreiche Lebensmittel lindern die Schärfe.

    Körper
  187. Mythos M087

    „Capsaicin bekommt man mit Wasser leicht von den Händen.“✗

    Tatsächlich: Capsaicin ist fettlöslich und haftet hartnäckig. Gründliches Waschen mit Seife hilft mehr als Wasser allein, beim Schneiden scharfer Sorten am besten Handschuhe tragen.

    Körper
  188. Mythos M088

    „Getrocknete Chilis haben genauso viel Vitamin C wie frische.“✗

    Tatsächlich: Beim Trocknen geht ein großer Teil des Vitamin C verloren.

    Körper
  189. Mythos M089

    „Grüne Chilis sind unreif und deshalb ungesund.“✗

    Tatsächlich: Grüne Chilis sind unreif, aber essbar. Jalapeños, Padrón oder Serrano werden meist grün gegessen.

    Körper
  190. Mythos M090

    „Pfefferspray ist einfach Chilipulver in der Dose.“✗

    Tatsächlich: Pfefferspray enthält einen hochkonzentrierten Auszug aus Chilis oder künstlich hergestellte Capsaicinoide.

    Körper
  191. Mythos M091

    „Ghost Pepper und Bhut Jolokia sind zwei verschiedene Chilis.“✗

    Tatsächlich: Es ist dieselbe Chili. Bhut Jolokia ist ihr Name in Indien, Ghost Pepper der englische.

    Namen und Rekorde
  192. Mythos M092

    „Die Pepper X stammt aus Mexiko.“✗

    Tatsächlich: Die Pepper X wurde von Ed Currie in South Carolina in den USA gezüchtet.

    Namen und Rekorde
  193. Mythos M093

    „Die Carolina Reaper kommt aus North Carolina.“✗

    Tatsächlich: Ed Currie züchtete sie in South Carolina.

    Namen und Rekorde
  194. Mythos M094

    „Die Habanero stammt aus Kuba.“✗

    Tatsächlich: Der Name bedeutet „aus Havanna“, doch angebaut wird sie vor allem auf der Halbinsel Yucatán in Mexiko. Ihre Art stammt ursprünglich aus dem Amazonasgebiet.

    Namen und Rekorde
  195. Mythos M095

    „Jalapeño ist das spanische Wort für scharf.“✗

    Tatsächlich: Die Jalapeño ist nach der mexikanischen Stadt Xalapa benannt.

    Namen und Rekorde
  196. Mythos M096

    „Scotch Bonnet und Habanero sind dieselbe Chili.“✗

    Tatsächlich: Beide gehören zur Art Capsicum chinense und sind eng verwandt, sind aber verschiedene Sorten.

    Namen und Rekorde
  197. Mythos M097

    „Die Trinidad Scorpion heißt so, weil sie giftig ist.“✗

    Tatsächlich: Ihren Namen verdankt sie dem kleinen Stachel an der Spitze, der an einen Skorpion erinnert.

    Namen und Rekorde
  198. Mythos M098

    „Tabasco-Soße wird aus Habaneros gemacht.“✗

    Tatsächlich: Die klassische Tabasco-Soße wird aus der Tabasco-Chili gemacht, die zur Art Capsicum frutescens gehört.

    Namen und Rekorde
  199. Mythos M099

    „Scoville-Rekorde werden nur geschätzt.“✗

    Tatsächlich: Rekordwerte werden im Labor gemessen und erst dann offiziell anerkannt.

    Namen und Rekorde
  200. Mythos M100

    „Capsicum chinense stammt aus China.“✗

    Tatsächlich: Die Art stammt aus Amerika. Der Botaniker, der sie 1776 benannte, glaubte irrtümlich, sie käme aus China.

    Namen und Rekorde